Auf dem Weg zum künstlichen Muskel
Dielektrische Elastomer-Aktoren (DEA) gelten als eine große Hoffnung für die Herstellung künstlicher Muskeln und könnten an vielen Stellen als ressourcenschonende technologische Alternative für Elektromotoren, Pneumatiken oder hydraulische Antriebe eingesetzt werden. Dresdner Wissenschaftlern ist nun ein großer Schritt auf dem Wege zu einer technischen Lösung gelungen, die in der Praxis genutzt werden kann.
„Dielektrische Elastomer-Aktoren sind vom Prinzip her sehr einfach aufgebaut“, erläutert Dr. Oliver Jost, Projektleiter am Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS Dresden. „Zwischen zwei flächig mit Metallen beschichteten Oberflächen – den Elektroden – liegt ein elektrisch isolierendes Dielektrikum aus elastomeren Materialien, zum Beispiel Gummi. Beim Anlegen einer elektrischen Spannung entsteht ein elektrostatischer Druck, der das weiche Gummimaterial zur Dehnung zwingt.“
Starke Zusammenarbeit zwischen Sachsen und Bayern
Der Freistaat Bayern und der Freistaat Sachsen bewerben sich gemeinsam um ein „Schaufenster Elektromobilität“. „Mit Bayern und Sachsen gehen zwei starke Bundesländer zusammen mit Spitzenunternehmen Hand in Hand den Weg für Elektromobilität in Stadt und Land“, unterstreicht Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer. „Wir wollen gemeinsam den neuen Technologien auf Deutschlands Straßen zum Durchbruch verhelfen. Unser gemeinsames Ziel sind 250.000 Elektrofahrzeuge bis 2020.“
Die Ministerpräsidenten und ihre Partner aus der Industrie betonten die vielen starken Argumente, die für die Bewerbung von Sachsen und Bayern sprechen: Die beiden Freistaaten repräsentierten zusammen ein Viertel der Bundesrepublik – bei der Bevölkerung, der Wirtschaftskraft und dem Kfz-Bestand. Mit ihren starken Metropolregionen und den vitalen ländlichen Räumen seien sie hervorragend als Schaufenster für Elektromobilität geeignet. Dank der erfolgreichen Modellregionen und -städte bieten Bayern und Sachsen zudem eine optimale Ausgangslage für international sichtbare Technologiekompetenz.
Das auf drei Jahre angelegte Bundesförderprogramm „Schaufenster Elektromobilität“ sieht vor, an bundesweit bis zu fünf Standorten mit einem Fördervolumen von zunächst über 180 Millionen Euro eine Vielfalt anwendungsbezogener Elektromobilitätsprojekte zu unterstützen. Damit soll die deutsche Technologiekompetenz international sichtbar gemacht werden. Weitere Mittel sollen von Ländern, Kommunen und den Projektpartnern aus Wirtschaft und Wissenschaft hinzukommen.
Porsche Leipzig bilanziert bestes Jahr
Porsche Leipzig hat das erfolgreichste Geschäftsjahr seit Werksgründung abgeschlossen. In den Monaten Januar bis Dezember 2011 liefen am sächsischen Standort 93.838 Fahrzeuge vom Band, davon 62.004 Cayenne und 31.834 Panamera. „Wir haben die Produktionszahlen in Leipzig um 47 Prozent zum Vorjahr steigern können und gehen auch für das laufende Geschäftsjahr von einer Steigerung aus“, erklärt Wolfgang Leimgruber, Produktionsvorstand der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG. Mehr als 2.400 Kunden holten 2011 ihren Porsche persönlich in Leipzig ab und nutzten die Gelegenheit, den standorteigenen Rundkurs und das anspruchsvolle Offroad-Gelände zu testen.
„Porsche Leipzig ist eine Erfolgsgeschichte, die seit dem Produktionsstart im Jahr 2002 kontinuierlich fortgeschrieben wird. Mittlerweile arbeiten über 900 Mitarbeiter daran, Panamera und Cayenne in bester Qualität auf die Straße zu bringen. Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, fahren wir das Werk seit dieser Woche erstmalig im Dreischichtbetrieb“, so Leimgruber weiter. Mit der zusätzlichen Nachtschicht werden täglich rund 500 Fahrzeuge in Leipzig produziert.
Gleich zwei sächsische Hochschulen erfolgreich
Die Jury des Wettbewerbs der Hochschulinitiative Neue Bundesländer gab heute in Berlin die diesjährigen Preisträger bekannt, darunter zwei sächsische Hochschulen. Unter dem Thema „Karrierewege – kennen, eröffnen, kommunizieren“ wurden innovative Gesamt- und Detailkonzepte ostdeutscher Hochschulen im Rahmen des letztjährigen Wettbewerbs ausgezeichnet.
Der Wettbewerb der Hochschulinitiative findet jährlich mit einer wechselnden Thematik statt und richtet sich an alle Hochschulen der neuen Bundesländer. Eine Jury aus Wissenschaft und Politik entscheidet dabei über Preisgelder in Höhe von insgesamt einer Million Euro.
Preisträger 2012 sind die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden sowie die Hochschule Görlitz/Zittau.
Sachsens Industrieunternehmen machen gute Geschäfte
Das Jahr 2011 brachte in Sachsen deutlich mehr Beschäftigung und einen Umsatzrekord für die sächsische Industrie. Allein in den ersten elf Monaten des vergangenen Jahres erreichten die Industriebereiche mit rund 49,2 Milliarden Euro einen deutlich höheren Umsatz, als im gesamten Vorjahr (47,6 Milliarden Euro).
„Sachsens Wirtschaft erlebte 2011 einen kräftigen Aufwind, der zu einem Wachstum klar über deutschem Durchschnitt führte. Besonders erfreulich sind beispielsweise die Umsatzdaten im Maschinenbau – einer der wichtigsten Branchen der sächsischen Industrie“, so Wirtschaftsminister Sven Morlok.
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