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Leseprobe Rubrik: Sachsen

Regionenmarketing - Chance und Herausforderung

Autorenbeitrag von Dr. Bernd Schnurrenberger

Die Globalisierung führt zu einem globalen Wettbewerb zwischen Nationalstaaten, Regionen und Städten um attraktive Zielgruppen. Ziel dieses Beitrags ist es, in einigen Ansatzpunkten aufzuzeigen, wie das Marketing dazu dienen kann, Regionen und Standorte erfolgreich zu vermarkten.

Besonderheiten des "Produkts Region" 
Zunächst ist die Region gleichzeitig sowohl Subjekt (als Betreiber des Regionenmarketings) als auch Objekt (als "Produkt") des Regionenmarketings. Dabei ist eine Region selbstverständlich kein "einfaches Produkt" sondern gleicht eher einem komplexen lebenden Organismus, der vom "Produktmanagement" auch nur bedingt steuerbar ist.
So existieren neben der regionalen noch andere räumliche Ebenen, auf denen Standortmarketing betrieben wird. Etwa auf nationaler (Invest-in-Germany.de) oder Bundesländerebene. Gute Bekanntheitsgrade erreichten beispielsweise die Kampagnen "Land der Frühaufsteher" (Sachsen-Anhalt), oder "Wir können alles außer Hochdeutsch" (Baden-Württemberg). Weiter gibt es – eine Ebene "unter" den Regionen – kommunale Gebietskörperschaften, die sich teils mit sehr ähnlichen Aufgaben beschäftigen (das sogenannte Städtemarketing).
Und es gibt Nachbarregionen zu denen das Verhältnis gleichzeitig vom Wettbewerb und der Notwendigkeit zur Kooperation (zum Beispiel unter dem Dach eines übergeordneten Landesmarketings) bestimmt ist. Hier kann es – wie etwa im Fall des Erzgebirgskreises – auch zu der "Komplikation" kommen, dass die Grenzen des Kreises nicht mit denen der traditionell gewachsenen Region übereinstimmen. Bei den Marketingaktivitäten der Gebietskörperschaften entstehen daher oft unnötige Überschneidungen. Aber es ist natürlich auch schwierig, die richtige Balance zwischen Kooperation und Konkurrenz mit den „anderen“ zu finden.

Regionenmarketing, erster Schritt: Wer sind wir, was wollen wir?
Um eine Region möglichst effizient zu entwickeln und zu vermarkten, ist es sinnvoll, alle diesbezüglichen Aktivitäten in konzertierter Form durchzuführen. Voraussetzung hierfür ist eine fundierte Planung – ein Marketing-Konzept, welches dann mittel- bis langfristig, stetig und kontinuierlich umgesetzt wird. Am Anfang steht eine gründliche Analyse der Situation: Was kann die Region bieten? Wie ist die Wettbewerbsposition des eigenen Standortes im Vergleich zu den wichtigsten Mitbewerbern? So kann etwa ein bereits positiv ausgeprägter Ruf eines Standorts für Unternehmen im Sinne eines "country-of-origin-Marketing" nutzbar sein ("Made-in-Germany", "Made in Saxony"), wie neuere Untersuchungen bestätigen (vgl. made-in-germany-umfrage.de).
Auf Basis der Situationsanalyse können Leitbilder und – möglichst realistische – Ziele für die zukünftige Entwicklung erarbeitet werden. Wichtige Stichworte in diesem Zusammenhang: Identität, Vision, Philosophie. Was ist die Region, was macht sie aus, wo will sie und die in ihr lebenden Menschen hin? Darauf aufbauend lassen sich regionenspezifische Strategien erarbeiten. (Auszug)

 

Mehr zu adäquaten Strategien des Regionenmarketings erfahren Sie im aktuellen Wirtschaftsmagazin SACHSEN - hier online zum Blättern oder bequem zu Hause über unsere Magazinbestellung.

Leseprobe Rubrik: Autoland Sachsen

Elektromobilität ist keine Fiktion mehr

Eine der zentralen Fragen der Menschheit lautet: Wie werden wir morgen leben?

 

Es gab Zeitalter, in denen die Gegenwart nur wenige Antworten auf diese Frage parat hatte. Im 21. Jahrhundert ist das anders. Die Menschen haben eine genaue Vorstellung von der Zukunft: Sie wissen, dass der Klimaschutz immer mehr an Bedeutung gewinnt; sie wissen, dass fossile Brennstoffe nicht unendlich vorhanden sind; und sie wissen, dass die Mobilität von morgen langfristig nicht ohne neue, emissionsfreie Antriebssysteme auskommt. Doch selbst im Jahr 2010 ist diese Zukunft in der realen Welt nur selten wirklich greifbar. Eines der wenigen Fenster in die Welt von morgen öffnet die Mobilität und mit ihr das Automobil.

Sachsen ist Modellregion
In Deutschland, so die Pläne der Bundesregierung, sollen bis 2020 rund eine Million Elektrofahrzeuge auf den Straßen unterwegs sein. Sachsen ist dabei eine von acht Modellregionen im Rahmen des Nationalen Entwicklungsplanes Elektromobilität der Bundesregierung, für die bis 2011 insgesamt 115 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Unter Koordinierung der Sächsischen Energieagentur (SAENA GmbH) werden gemeinsame Projekte und Mobilitätskonzepte von Herstellern, Forschungseinrichtungen, Dienstleistern und Infrastrukturbetreibern entwickelt und umgesetzt, mit denen Sachsen eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung der Elektromobilität in Deutschland einnehmen soll. In einem Projekt der Modellregion wird beispielsweise die Alltagstauglichkeit der Elektromobilität untersucht. Dafür werden eine kleine Elektrofahrzeugflotte beschafft und erste Ladesäulen für Elektro-PKW in Dresden und Leipzig errichtet. „Alternative Antriebstechnologien und Elektromobilität sind Themen mit globaler Bedeutung und – wenn wir klug und schnell genug sind – mit lokalem Gewinn für Sachsen“, so Sven Morlok, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. Die Chancen auf einen führenden Platz in dieser Entwicklung stünden in Sachsen gut. Das traditionsreiche Autoland Sachsen bietet ausgeprägte Kompetenzen und eine leistungsfähige Forschungsinfrastruktur in allen relevanten Bereichen wie Energiespeicher, Energieversorgungsinfrastruktur, Nutzung erneuerbarer Energien, Verkehrstechnik, alternative Antriebe und Leichtbau. Auch die weiteren Projekte zum Öffentlichen Personennahverkehr und zum Batteriespeicher belegen, dass Sachsen die komplette Wertschöpfungskette bietet. Auch die drei großen Autohersteller in Sachsen profitieren von diesem Know-how.
www.e-mobil-sachsen.de
(Auszug)

 

Mehr zu alternativen Antriebstechnologien der Automobilhersteller erfahren Sie im aktuellen Wirtschaftsmagazin SACHSEN - hier online zum Blättern oder bequem zu Hause über unsere Magazinbestellung.

 

Leseprobe Rubrik: Bildung - Ausbildung

Reichenbach schaut in die Zukunft

Ausbildung von Textilingenieuren

Ingenieure aus dem vogtländischen Reichenbach sind gefragte Leute. Nicht nur in der Region, auch deutschlandweit setzen Unternehmen verschiedenster Branchen auf deren Wissen auf dem Gebiet der Textil- und Ledertechnik. Neben fundierten Grundlagenkenntnissen spielt in der Ausbildung der Praxisbezug eine große Rolle.
Zusätzlich zu klassischen Unterrichtsräumen und Prüflaboren beherbergt der markante Klinkerbau des Instituts für Textil- und Ledertechnik, seit 1994 Außenstelle der Westsächsischen Hochschule Zwickau, ausgedehnte Technika. In Stickerei, Spinnerei, Strickerei, Weberei, Konfektion, Veredlung und – einzigartig in Deutschland – Ledertechnik bekommen Studenten das Handwerkszeug, um in allen wichtigen Verfahren der Branche fit zu sein. Hilfreich ist das nicht erst im späteren Job, sondern schon nach dem Grundstudium, wenn der Blick langsam in Richtung Praxissemester geht. Ein halbes Jahr lernen die angehenden Diplom-Ingenieure die Abläufe in einem Unternehmen kennen. Das prägt sich nachhaltig ein. "Die Studenten kommen anders aus dem Praxissemester wieder, wollen danach viele Sachen genauer wissen", berichtet Professor Silke Heßberg, die Institutsdirektorin, von ihren Erfahrungen. Solch ein mehrmonatiger Aufenthalt sei für beide Seiten von Vorteil, Firma und Student.
Dorothea Bauer, Studentin im sechsten Semester, hat ihr Praxismodul beim Automobilzulieferer Faurecia im bayrischen Neuburg an der Donau absolviert und war dort an der Sitzentwicklung für Audi beteiligt. "Das war eine sehr spannende und anspruchsvolle Arbeit", blickt die 30-Jährige auf ihr fünftes Semester zurück. Die Entscheidung, sich auf den Studienschwerpunkt automobiles Interieur zu konzentrieren, hat sie nicht bereut. "Ich werde in dieser Richtung weiterarbeiten und möchte mich bei Faurecia auch für meine Diplomarbeit bewerben."

Praxisnahe Inhalte
War Textilindustrie einst nahezu ausschließlich mit Bekleidung und Heimtextilien verbunden, hat sich das Bild heute gewandelt. "42 Prozent der textilen Produktion entfallen deutschlandweit auf technische Textilien", erklärt Silke Heßberg. Dieser Anteil wird sich in den kommenden Jahren noch vergrößern. Dem trägt man auch beim Studienangebot in Reichenbach Rechnung. 2003 wurde der Schwerpunkt technische Textilien/Leder eingeführt, 2006 folgte die Richtung textilbasiertes automobiles Interieur. Vorab holten die Professoren Erkundigungen bei Automobilherstellern ein, welche Kenntnisse Absolventen mitbringen sollten. So dreht sich bei diesem Schwerpunkt nicht alles um textile Produkte, auch die Gestaltung des Autoinnenraums wird gelehrt.
"Die beiden Spezialisierungsmöglichkeiten sind ein großes Plus des Standortes", finden Dorothea Bauer und ihre Kommilitonin Birgit Wolf. Auch vom Umfeld des Institutes sind die beiden überzeugt. "Es überrascht uns immer wieder, wie viele vogtländische Firmen innovative Nischenprodukte für den Weltmarkt herstellen", erzählt Birgit Wolf. Viele davon hat sie während ihres Studiums schon vor Ort kennengelernt. Regelmäßig stehen Exkursionen auf dem Stundenplan, die sich doch ein Stück weit vom Hochschulalltag unterscheiden. "Im Studium konzentriert man sich häufig auf die Details der Maschinen. In den Firmen sieht man dann den gesamten Prozessablauf", schildert Birgit Wolf ihre Eindrücke. Eine 16 Meter breite Webmaschine in Aktion ist schließlich um einiges imposanter als die Lehrmaschinen.
Parallel zu Vorlesungen und Praktika sind Professoren und Studenten auch in verschiedenen Forschungsvorhaben aktiv. Ein wichtiges Stichwort sind dabei Faserverbundwerkstoffe, mit denen harte Bauteile unter Einsparung von Masse hergestellt werden können, die gleiche oder bessere Eigenschaften als die ursprünglichen Objekte besitzen. Auch die Mitarbeit an solchen Projekten hilft den künftigen Textilingenieuren, im Berufsleben Fuß zu fassen – sei es bei Automobilherstellern und -zulieferern, lederverarbeitenden Firmen oder klassischen Textilunternehmern, die sich neue Geschäftsfelder erschlossen haben und flammfeste Schutztextilien, Funktionsunterwäsche oder Sitzbezüge für die Flugzeugindustrie herstellen.

 

Mehr zur Ausbildung des Fachkräftenachwuchses in Sachsen erfahren Sie im aktuellen Wirtschaftsmagazin SACHSEN - hier online zum Blättern oder bequem zu Hause über unsere Magazinbestellung.

Leseprobe Rubrik: Spezial Oberlausitz

Leistung.Leidenschaft. Lausitz

Drei Worte - mit großem Inhalt. Die Oberlausitz ist als Region einzigartig.

Hier ist Innovation Realität und kein inhaltsleeres Schlagwort. Weltmarktführer geben mit ihren Produkten den Takt an. Die Internationalität zwischen Deutschland, Polen und Tschechien wird als Standortvorteil gelebt. Zukunftsorientierte Wirtschaftsmärkte verbinden sich. Eine ausgeprägte touristische Leistungs- und Infrastruktur bietet Einheimischen Lebensqualität auf höchstem Niveau und Gästen und Besuchern ein unvergleichliches Freizeit- und Urlaubserlebnis.
Wer die Oberlausitz richtig kennenlernen will, muss in viele Gesichter blicken: Sie ist eine erfolgreiche Wirtschaftsregion, ein dynamischer Zukunftsstandort, Heimat zahlreicher innovativer Unternehmen und Unternehmer, aber genauso eine authentische Tourismusregion mit einer charmanten Kulturlandschaft. Eingebettet im Dreiländereck Deutschland – Polen – Tschechien verbindet sie zudem drei interessante und zukunftsorientierte Wirtschaftsmärkte.
Die Geschichte der Oberlausitz reicht über 1.000 Jahre zurück, als die Vorfahren der Sorben das Land besiedelten. Die Sorben haben ihre Tradition, ihre Sprache und Kultur bis heute bewahrt – was nicht nur die zahlreichen zweisprachigen Ortsschilder beweisen. Die Oberlausitzer sind weltoffen, modern und aufgeschlossen, womit sie auch früher schon punkten konnten. Entlang der Via Regia – der großen Handelsstraße zwischen Spanien und der Ukraine – wuchsen Städte wie Bautzen und Görlitz zu großen Zentren heran, deren Pracht man noch heute in den historischen Innenstädten bewundern kann. Dies ist ein Grund, warum die Oberlausitzer Tourismuswirtschaft weiter wächst. Die Oberlausitz bietet darüber hinaus bemerkenswerte Extras: faszinierende Landschaften, sanfte Höhenzüge, bizarre Felsformationen, die größte von Menschenhand geschaffene Wasserlandschaft Europas, prächtige Schlösser sowie international herausragende Parks und Gärten. Und nicht zuletzt gibt es hier ein umfassendes und qualitativ hochwertiges Netz von Rad- und Wanderwegen, gekoppelt an vielfältige Service- und Aktivangebote.

Gute Gründe für die Oberlausitz
Die Nähe zu den Wirtschaftszentren Dresden, Berlin, Breslau und Prag macht die Oberlausitz für große Konzerne, aber auch für kleine und mittelständische Unternehmen besonders attraktiv. Engagierte und qualifizierte Mitarbeiter, klare Kostenvorteile, eine sehr gute überregionale Verkehrsanbindung und eine hohe Produktivität zeichnen die Oberlausitz aus. Zudem engagieren sich Verwaltungen und deren Partner stark für Investoren: Preisgünstige Flächen, professionelle und kurze Genehmigungsprozesse, zahlreiche Angebote für Aus- und Weiterbildung und eine branchenorientierte Netzwerkarbeit heißen Investoren in der Oberlausitz willkommen. Ihnen stehen Kapazitäten für jeden Bedarf auf mehr als 80 Industrie- und Gewerbeflächen zur Verfügung. Ein professioneller Wirtschaftsservice sichert eine optimale Betreuung der Unternehmen. Wer sich in der Oberlausitz niederlässt, entscheidet sich auch für eine lebenswerte Region. Familienfreundlichkeit wird großgeschrieben, der öffentliche Personennahverkehr wie auch die Schulinfrastruktur sind hervorragend ausgebaut – und auch in der Freizeit wird es beispielsweise im Lausitzer Seenland, im Naturpark Zittauer Gebirge oder in den zahlreichen Kultureinrichtungen nie langweilig. (Auszug)


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