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Leseprobe Rubrik: Titelthema

Ein zweites Zuhause

Bereits im Empfangsbereich zeigt sich, dass die auf der Homepage beworbenen Grundsätze des Respekts, des Miteinanders und der Vielfalt bei der Fahrzeugtechnik Miunske GmbH auch in die Tat umgesetzt werden.

Im mit verschiedensten Firmenprodukten liebevoll ausgestatteten Vorraum wird jeder Gast schon beim Eintreten digital begrüßt und willkommen geheißen. Dies ist in vielen Unternehmen gängige Praxis und nichts Außergewöhnliches. Je mehr man sich jedoch mit den Philosophien und Angeboten der Großpostwitzer beschäftigt, desto klarer wird, dass hier vielleicht doch einiges anders gehandhabt wird. Frischer Tee aus dem Kräutergarten, ein modern ausgestattetes Sozialgebäude, Gratifikationen, ein kostenfreies Mittagessen pro Monat oder eigene Servicekräfte sind nur einige Beispiele aus dem Miunske-Alltag.
Das Familienunternehmen bekennt sich zu seiner großen Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitern, der Region und der Umwelt und hat sich Prinzipien geschaffen, die ihresgleichen suchen. Bereits Seniorchef und -chefin führten diese Leitfäden ein und natürlich hat sie deren Tochter, Katrin M. Miunske, übernommen. Sie ist die Geschäftsführerin im vierköpfigen Leitungsteam, das aus ihrem Mann sowie ihrer Schwester und deren Mann besteht. „Die Last verteilt sich, wir entscheiden alles gemeinsam und so können wir immer das beste Ergebnis für unsere Firma erzielen", meint Katrin M. Miunske.
Besonders im Bereich der Nutzfahrzeugelektronik haben sich die Oberlausitzer über die Jahre einen Namen gemacht. Gerade nach der Krise 2009, bei der entgegengesetzt dem Trend gezielt Entwickler eingestellt wurden, ging es für Miunske nach vorn. Zum weltweiten Kundenstamm gehören neben Herstellern von Baumaschinen und Landmaschinen auch Entwickler von Sondereinsatzfahrzeugen der Polizei, der Feuerwehr und des Rettungsdienstes.

Wohlfühlfaktor muss stimmen
Für solch gutes wirtschaftliches Wachstum am hart umkämpften Markt müssen auch die Angestellten immer am Ball bleiben. Eine wichtige Rolle bei der Motivation und Integration der über 50 Fachkräfte spielt die betriebliche Gesundheitsförderung. Im Jahr erhält jeder Mitarbeiter 150 Euro Zuschuss für eine gesundheitsrelevante Anschaffung: sei es eine Bildschirmbrille, Gelpads oder eine ergonomische Tastatur. Auch eine Wasseraufbereitungsanlage für energetisiertes Wasser wurde eingebaut und zur freien Verfügung gestellt. 2016 fand zudem der erste Miunske-Fitnesstag statt. Überhaupt steht der Wohlfühlfaktor am Arbeitsplatz im Mittelpunkt. In der großen Produktions- und Logistikhalle gibt es eine Fußbodenheizung, Mittagspausen oder Meetings können draußen im Kräutergarten abgehalten werden und die Naschsträucher mit Früchten und Beeren im Garten machen ihrem Namen alle Ehre. Wohl einzigartig in seiner Dimension ist das 2014 errichtete Sozialgebäude. Der Speiseraum im Erdgeschoss ist hell und freundlich und die angeschlossene Küche lässt keine Wünsche offen. Im Obergeschoss befindet sich neben einem modernen Schulungsraum auch ein Ruheraum mit einer vollautomatischen Massageliege. Einmal im Monat steht diese jedem Mitarbeiter eine halbe Stunde lang während der Arbeitszeit zur Verfügung. Auf den Powerboards im Hauptgebäude kann man sich zudem zehn Minuten lang so richtig durchrütteln lassen und sich eine kleine Auszeit gönnen.
„Als meine Eltern die Firma damals aufbauten, verbrachten sie den Großteil ihrer Zeit hier im Unternehmen und schufen sich so ein zweites Zuhause. Dies wollen wir auch unseren Mitarbeitern vermitteln“, erinnert sich Katrin M. Miunske. Der familiäre Umgang wird von den Chefs vorgelebt. Die Türen stehen immer offen. „Gerade im Hinblick auf unsere christliche Einstellung wollen wir für alle Mitarbeiter optimale Rahmenbedingungen schaffen, in denen jeder eigenverantwortlich das Beste für das Unternehmen geben kann."

Verantwortung für die Region
Doch nicht nur bei den Angestellten setzt die Firmenleitung auf Respekt und Miteinander. 80 Prozent der benötigten Energie werden selbst erzeugt, durch Erdwärme und Fotovoltaik. Die meisten Mitarbeiter stammen aus der näheren Umgebung und auch bei den Geschäftspartnern wird zuerst auf kurze Wege und Regionalität geachtet. Ivette Werner wohnt beispielsweise nur wenige Kilometer entfernt und gehört bereits seit 2001 zum Team. „Mit drei Kindern schätze ich besonders die Möglichkeit, meine Arbeitszeit flexibel einzuteilen. Das Betriebsklima ist durch die vielen Annehmlichkeiten und das Miteinander einfach toll. Ich kann mich hier immer noch persönlich weiterentwickeln und fühle mich sehr wohl", erklärt die Buchhalterin des Unternehmens.
„So viele Vorteile und Boni für unsere Angestellten zu schaffen, ist natürlich eine Unternehmenskultur, die man sich leisten muss. Aber wir sind stolz auf das Geschaffene. Wir wollen den eingeschlagenen Weg weitergehen und haben bis jetzt auch nur positive Resonanzen aus unserem wunderbaren Team erhalten", schaut Katrin M. Miunske nach vorn und hat dabei auch die großen Feierlichkeiten im Oktober zum 20-jährigen Bestehen im Blick.

Christiane Schwarzbach

Foto: Fahrzeugtechnik Miunske GmbH
www.miunske.com

Leseprobe Rubrik: Standortmarketing

Feel the Spirit ...

Hohe Vernetzung, große Branchenkompetenz und neue Veranstaltungsräume machen Leipzig noch attraktiver für Tagungen, Kongresse und Events.

Typisch für Leipzig ist, dass die Akteure und Dienstleister der Kongressbranche besonders gut miteinander agieren. Schrittmacher hierbei ist die Kongressinitiative „Feel the spirit … do-it-at-leipzig.de“. In diesem starken Netzwerk arbeiten unter Federführung der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH und der Leipziger Messe GmbH fast 50 lokale Anbieter der Kongress- und Tagungsbranche zusammen. Sie stehen Veranstaltungsplanern bei der Vorbereitung, Organisation und Durchführung beratend und unterstützend zur Seite. Die individuelle Recherche erfolgt ganz unkompliziert und topaktuell auf www.do-it-at-leipzig.de, wo über vielfältige Suchfunktionen Kongress- und Tagungszentren, Locations, Hotels, Agenturen, PCOs und Mobilitätspartner passgenau gefiltert werden können.

Etablierter Branchentreffpunkt
Leipzigs wirtschaftliche und wissenschaftliche Kompetenz liegt in der Medizin und Gesundheitswirtschaft, der Biotechnologie, der Automobilindustrie und Logistik sowie der Energie- und Umweltforschung. Dies spiegelt sich im Kongresskalender der Stadt wider. So wird Leipzig im Oktober 2016 bereits zum zweiten Mal Gastgeber für die Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) sein, zu der rund 6.000 Teilnehmer anreisen. Der Standort punktet in diesem Bereich mit seiner langen Tradition und hohem Ansehen in Fachkreisen. Die Medizinische Fakultät der Universität Leipzig ist seit mehr als 600 Jahren lehrende medizinische Ausbildungsstätte und damit die zweitälteste in Deutschland. Zahlreiche weitere Einrichtungen wie das Herzzentrum Leipzig, das bereits 1212 gegründete Städtische Klinikum St. Georg, das Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie IZI sowie die interdisziplinäre BIO CITY LEIPZIG verdeutlichen die außerordentliche medizinische Qualität.
Fest etabliert hat sich das jährlich stattfindende International Transport Forum (ITF) mit über 1.000 Teilnehmern aus 70 Ländern. Verkehrsminister, Wissenschaftler, Verbände und Unternehmen diskutieren in Leipzig die aktuellsten Themen der Branche, die in der Messestadt stark vertreten ist. Innerhalb des regionalen Automobil-Clusters gehören die Ansiedlungen der Premiumhersteller Porsche und BMW zu den wichtigsten Erfolgen. Seit 2002 wird im Porsche Werk Leipzig der Cayenne produziert, zu dem später die Modelle Panamera und Macan hinzukamen. BMW betreibt seit über zehn Jahren eine große Produktionsanlage für verschiedene Modelle, darunter die beiden Elektroautos i3 und i8.

Tradition und neue Chancen
Eines der jüngsten Mitglieder bei do-it-at-leipzig.de ist die KONGRESSHALLE am Zoo Leipzig. Das moderne Tagungszentrum in historischem Gewand wird seit Januar 2016 direkt in der Innenstadt vom erfahrenen Team des Congress Centers Leipzig betrieben und intensiv für wissenschaftliche und medizinische Fachtagungen genutzt. Zum gelungenen Auftakt trugen in den ersten Monaten nach der Eröffnung die Deutschen Kardiodiagnostik-Tage, der Kongress DDG Kompakt der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft sowie die Deutschen Biotechnologietage bei. Das Interesse für Veranstaltungen in dieser besonderen Location ist ungebrochen, denn die KONGRESSHALLE ermöglicht mit ihren insgesamt 15 Sälen und Räumen für bis zu 1.200 Personen sowie großzügigen Foyers und Lounges eine optimale Verbindung verschiedener Programmteile.

KONTAKT
Leipzig Tourismus und Marketing GmbH
Augustusplatz 9
04109 Leipzig
Tel. +49 341 7104-240
Fax +49 341 7104-236
kongress@ltm-leipzig.de
www.do-it-at-leipzig.de

Foto: © PUNCTUM/Peter Franke


Leseprobe Rubrik: Wirtschaftsstandort Oberlausitz

Gut gerüstet für die Zukunft

Eine der ältesten Textilregionen Europas besticht heute vor allem durch Innovationskraft, Vielseitigkeit und Modernität.

In den Lausitzer Textilunternehmen stehen die Zeichen auf Erfolg. Die im Dreieck zwischen Guben, Pulsnitz und Zittau angesiedelten 62 mittelständischen Firmen mit 3.500 Beschäftigten erreichten 2015 einen Umsatz von mehr als 300 Millionen Euro; rund ein Drittel davon resultiert aus dem Export. Das entspricht einer Steigerung gegenüber 2014 um über zehn Prozent. „Damit entwickelte sich die Branche deutlich dynamischer als die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie insgesamt, die um 1,9 Prozent zulegte“, betont Bertram Höfer, Hauptgeschäftsführer des in Chemnitz ansässigen Verbandes der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V. (vti).
Aus der Region kommen beispielsweise flauschige Frottierwaren, hochwertige Bekleidungsstoffe, wetterbeständige Markisen, farbenfrohe Bänder, edle Leinengewebe, attraktive Wäsche, widerstandsfähige Berufsbekleidung und Heimtextilien. In einer der modernsten Direktschärereien des Kontinents, bei der KSO Textil GmbH in Olbersdorf bei Zittau, werden zudem umfangsgleiche Kettbäume zur Weiterverarbeitung bei Partnern in ganz Europa hergestellt.
Weiter auf dem Vormarsch sind die technischen Textilien, einer der Wachstumsmärkte der Zukunft. In diesem Bereich entwickeln die Produzenten gemeinsam mit Forschungsinstituten innovative Erzeugnisse wie Geotextilien für den Landschafts- und Verkehrsbau oder Sicherheitsgurte und Isoliermatten für die Fahrzeugindustrie. Außerdem entstehen Smart Labels – intelligente textile Etiketten mit integriertem Chip – sowie mit metallischen oder keramischen Werkstoffen beschichtete Hightech-Textilien. Unternehmensorientierte Netzwerke unterstützen diese Aktivitäten, um zum einen die Marktposition der Hersteller technischer Textilien zu stärken und zum anderen die Traditionsbetriebe bei der Diversifikation ihrer Sortimente in neue technische Einsatzfelder systematisch voranzubringen.

Branche im Aufwind
Eine gelungene Mischung aus Alt und Neu zeigt sich im Textildorf Großschönau, das 2016 ein Doppeljubiläum feiert: 160 Jahre Frottierweberei und 350 Jahre Damastweberei. Nirgendwo in Deutschland wurde so lange und so viel Damast gewebt. Bei Vorführungen an historischen Webstühlen können sich die Besucher im Deutschen Damast- und Frottiermuseum davon überzeugen, wie Leinwand, Damast, Jacquardware und Frottiergewebe anno dazumal gefertigt wurden. Mit Damino und Möve-Frottana halten zwei international erfolgreiche Unternehmen dieses Erbe am Ort lebendig. Bei Frottana wurde gerade eine 3,5 Millionen Euro schwere Investition in aktuellste Produktionstechnik abgeschlossen. „Wir setzen damit unsere Modernisierungsstrategie konsequent fort. Diese hat maßgeblich dazu beigetragen, dass wir unseren Umsatz seit fünf Jahren in Folge um jeweils drei Prozent auf aktuell 34 Millionen Euro steigern konnten“, berichtet Geschäftsführer Matthias Kretzschmer.
Gut gerüstet und am Puls der Zeit liefern die Oberlausitzer Firmen einen eindrucksvollen Beweis dafür, dass sich deutsche Textilproduzenten auch unter den Bedingungen der Globalisierung in einem stark umkämpften Markt behaupten können.

Foto: Wolfgang Wittchen

Leseprobe Rubrik: Porträt

Spezialist für individuelle Lösungen

Schnitt, Farbe und Material machen modische Textilien unverwechsel-
bar. Und die kleinen, aber wichtigen Details im und am Kleidungsstück. Das individuelle Design reicht bis zum Etikett, die kreativen Möglichkeiten sind dabei schier unbegrenzt.

Hier kommt die Franz Schäfer Etiketten GmbH aus Bretnig-Hauswalde ins Spiel. „Das Etikett präsentiert die Marke“, sagt Geschäftsführer Dr. Thomas Born. Nicht vom unauffälligen Schildchen im Nacken des T-Shirts ist dabei die Rede, Etiketten kommen heute schon für sich genommen als kleine Kunstwerke mit äußerst präzisen Details daher, die beim potenziellen Käufer Aufmerksamkeit erregen.
Franz Schäfer Etiketten fertigt für die Textil- und die Bekleidungsindustrie Labels aller Art, von Web- über Druck- bis zu Haftetiketten, und liefert Hangtags, Bänder, Rubber- oder Metalllabels. Die Artikel entstehen dabei nicht für das Lager, sondern werden ausschließlich auftragsbezogen hergestellt. Der Aufbau langfristiger Kundenbeziehungen ist somit das A und O der Firmenphilosophie und im Zusammenspiel mit dem technisch anspruchsvollen Sortiment der Schlüssel zur positiven Entwicklung der vergangenen Jahre. Seit der Reprivatisierung 1991 hat sich das Familienunternehmen von seinerzeit 34 auf aktuell 130 Mitarbeiter vergrößert. „Für die Zukunft fühlen wir uns gut gewappnet, um den Wirtschaftsstandort Oberlausitz weiter zu gestalten“, blickt Dr. Thomas Born voraus. Mit Sohn Sebastian steht die nächste Generation bereits in den Startlöchern und auch der 89-jährige Seniorchef Reinhard Born ist noch täglich in der Firma anzutreffen.

Foto: Franz Schäfer Etiketten GmbH
www.fseb.de

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