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Leseprobe Rubrik: Die junge Region

Karriere machen am Anfang Deutschlands

Bildungsstandort Oberlausitz.

Für die wirtschaftliche Entwicklung einer Region und dem damit verbundenen Wachstum ist die Verfügbarkeit gut ausgebildeter und motivierter Fachkräfte entscheidend. Die Ausbildung junger Menschen sowie die Weiterbildung der Arbeitnehmer stehen daher in der Oberlausitz im Fokus der Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen.
Welche Karrierewege gibt es und wie sehen die schulischen sowie beruflichen Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung und des Studiums aus? Das Qualitätssiegel „Zukunft Oberlausitz – Karriere machen am Anfang von Deutschland“ gibt darauf Antworten und will den Fachkräften von morgen eine berufliche Perspektive in der Region schaffen. Voraussetzungen dafür wurden dank moderner Bildungseinrichtungen sowie des Engagements zahlreicher regionaler Akteure und deren kontinuierlicher Kooperation geschaffen. Doch wie genau kann man jungen Menschen Karrierewege aufzeigen und sie für die Berufe in der Kunststofftechnik, in der Textilindustrie, im Maschinenbau oder in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft der Oberlausitz begeistern? Bereits seit zwei Jahren wird zu diesem Zweck das Projekt der „Arbeitsmarktkoordinatoren“ des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Arbeit in der Oberlausitz umgesetzt.
Die Vernetzung der Schule mit der Wirtschaft und der Wissenschaft soll dabei vorangetrieben werden. Ein Beispiel dafür ist die Vortragsreihe „Zukunft Oberlausitz“, die Schüler und Lehrer über den Wirtschaftsstandort Oberlausitz und Karrieremöglichkeiten informiert. Weiterhin existiert im Zusammenspiel von Region, Agentur für Arbeit, Industrie- und Handelskammer (IHK) und Handwerkskammer (HWK) ein Netzwerk von Angeboten zur Berufsorientierung: angefangen vom Veranstaltungskalender „Berufsorientierung“ bis hin zur Online-Börse „Unternehmen und Schule“ mit Angeboten zu Praktika, Vorträgen und Betriebsbesichtigungen.
www.oberlausitz.com/zukunft

Praxisnah und gut. Besonders die praxisnahe Aus- und Weiterbildung steht bei der Fachkräftesicherung in der Oberlausitz im Vordergrund. An den drei Hochschuleinrichtungen, der Hochschule Zittau/Görlitz, dem Internationalen Hochschulinstitut Zittau und der Berufsakademie Sachsen – Staatliche Studienakademie Bautzen, wird besonderer Wert auf die enge Kooperation mit der Oberlausitzer Wirtschaft gelegt. Viele Studenten finden so ihren neuen Arbeitgeber bereits während des Studiums und bleiben ihrer Heimatregion treu. An diesen Hochschulen
studieren etwa 5.000 junge Menschen in den Gebieten Ingenieur-, Natur-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften.
Unternehmensgetragene Ausbildungsverbünde, die betriebliche Ausbildungsplätze zur langfristigen Sicherung des eigenen Fachkräftenachwuchses bereitstellen, runden das Bildungsangebot ab. Beispiele hierfür sind der Firmenausbildungsring Oberland e. V., der Kooperationsverbund zur Fachkräftesicherung in der Lausitz (KOALA), POLYSAX – das Bildungszentrum Kunststoffe Bautzen e. V. i. G. oder der Ausbildungsverbund Großröhrsdorf.
Auch privatwirtschaftliche Weiterbildungsfirmen leisten ihren Beitrag zur Fachkräftesicherung, besonders im kaufmännischen und produktionstechnischen Bereich.

Auszeichnung für das Projekt „karriere hier“. Seit 2002 würdigt die Sächsische Staatsregierung innovative Projekte in der Weiterbildung. Den zweiten Platz errang 2008 das Projekt „Karriere hier“, welches unter anderem die DSA Dienstleistungen für Struktur- und Arbeitsmarktentwicklung GmbH, die Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH, die Studienakademie Bautzen, die IHK-Geschäftsstelle Bautzen, die Kreissparkasse Bautzen sowie das Landratsamt Bautzen unterstützten. Das Projekt verfolgte das Ziel, junge Menschen an die Oberlausitz zu binden. Jugendliche aus den Klassenstufen 10 und 11 hatten die Möglichkeit, sich mit Experten zu ihren beruflichen Perspektiven auszutauschen und eine Vorstellung vom künftigen Berufsleben zu erlangen. Das Projekt soll auch in den kommenden Jahren seine Fortsetzung finden.

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