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Leseprobe Rubrik: Branchen mit Wachstum

Hier ist die Zukunft zu Hause

IT-Technologien und IT-Dienstleistungen: In der Oberlausitz sind über 450 Unternehmen der IT-Branche zu Hause.

In der Oberlausitz sind über 450 Unternehmen der IT-Branche zu Hause – von Softwareentwicklern über Ingenieur-büros, Webgestalter, Systemhäuser und Rechenzentren bis hin zu weltweit agierenden Serviceunternehmen.

Konrad Zuse – der „Vater des Computers“. Seinen Ursprung hat das moderne Zeitalter der Informationstechnologie gerade hier in der Oberlausitz, denn in Hoyerswerda lebte von 1923 bis 1928 mit Konrad Zuse einer der bedeutendsten Computerpioniere. In seiner Freizeit beschäftigte er sich sehr intensiv mittels Stabilbaukasten mit dem Nachbau technischer Objekte, zum Beispiel von Förderbrücken, und war dabei immer auf der Suche nach einfachen Lösungen zur schnelleren Berechnung zu berücksichtigender Kenngrößen. Mit seiner stark ausgeprägten Intelligenz und Kreativität gelang es ihm 1941, den ersten voll funktionsfähigen programm-gesteuerten und frei programmierbaren Rechner in binärer Gleitpunktrechnung herzustellen. Damit war die Grundlage der heutigen Informationstechnologien geschaffen. Konrad Zuse wird deshalb auch der „Vater des Computers“ genannt. Befasst man sich mit seinem Lebensweg, so wird man feststellen, dass dieser überaus kreative Geist mit seiner Fähigkeit, ganzheitlich zu denken, der Menschheit auch viele andere Erfindungen schenkte, beispielsweise mit dem Spezialmodell S 1 den ersten Prozessrechner der Welt und mit dem „Plankalkül“ die erste algorithmische Programmiersprache. Rechentechnik von früher bis heute kann man im Konrad-Zuse-Computermuseum in Hoyerswerda bewundern.
www.konrad-zuse-computermuseum.de

Begehrte Telekommunikationslösungen. Da wo Menschen sind, wird kommuniziert. Kommunikation ohne Telefon und Internet ist heute nicht mehr denkbar. In der Oberlausitz entstehen bei Sphairon am Standort Bautzen Telekommunikationslösungen für den Weltmarkt. Sphairon ist einer der international führenden Hersteller von Telekommunikationsprodukten im Teilnehmeranschlussbereich. Die Produktpalette reicht von Lösungen für ISDN, ADSL, VDSL und In-house bis hin zu Wireless Local Loop, dem drahtlosen Direktanschluss, der in verschiedenen Regionen der Welt im Einsatz ist. Namhafte Unternehmen, wie Arcor, Deutsche Telekom, AOL, Telefonica, Swisscom, Austria Telekom, Telekom Malaysia, Telekom Mosambique und PTC Yemen, setzen auf die Telekommunikationsprodukte „Made in Oberlausitz“ von Sphairon. Am 3. September 2008 wurde das neue Sphairon-Entwicklungszentrum in Bautzen seiner Bestimmung übergeben. Mit rund 4.000 Quadratmetern Nutzfläche
auf drei Etagen bietet der Neubau eine großzügige und professionelle Arbeitsumgebung für über 100 Entwickler. Herzstück der Einrichtung ist der mit allen technischen Finessen ausgestattete Forschungsbereich, in dem die Hard- und Software-Entwicklung, die mechanische Konstruktion sowie das Projektund Produktmanagement untergebracht sind. Sphairon-Geschäftsführer Dr. Al-Sady betonte anlässlich der Eröffnung das „klare Bekenntnis zu Sachsen und vor allem Bautzen“. Nach seinen Worten bleibt es wichtigstes Ziel des Unternehmens, mit hochqualitativen Produkten dem Preisdruck aus dem asiatischen Raum, vor allem im DSL-Markt, weiter standzuhalten.
www.sphairon.de

Softwareentwicklung auf höchstem Niveau. Spezialisierte Softwarehäuser aus der Oberlausitz agieren inzwischen weltweit bei der Programmierung, Beratung, Implementierung und Wartung von Softwarelösungen. Beispielhaft zu nennen sind die BIT – Bautzen IT.Group GmbH & Co. KG, die Cideon Software GmbH in Görlitz/Bautzen, die Erdmann-Softwaregesellschaft mbH Görlitz, die Dimmel-Software GmbH Bautzen und die Software Quality Systems AG Görlitz. Für Kunden aller Branchen entstehen hier Softwarelösungen für die Steuerung betrieblicher Prozesse: vom Kunden und Projektmanagement über die Warenwirtschaft bis hin zur Logistiksteuerung.

Hervorragendes Arbeiten am Standort Oberlausitz. Der IT-Komplettdienstleister itelligence betreibt in Bautzen drei SAP-Rechenzentren auf höchstem Niveau. Oliver Schreiber, Geschäftsführer der Bautzener itelligence Outsourcing & Services GmbH schätzt Sachsen als traditionsreichen Hochtechnologie-Standort mit sehr guter Infrastruktur. So biete Bautzen eine hohe Verfügbarkeit bei Strom und Telekommunikation. Auch die der Oberlausitz sehr verbundenen Mitarbeiter hebt er hervor. „itelligence hat so gut wie keine Fluktuation, dafür findet man hier eine sehr gute Ausbildung, hohe Arbeitsproduktivität, Qualitätsbewusstsein und eine besondere Effizienz in den Prozessen“, betont Schreiber. Gut ausgebildete, junge Mitarbeiter und eine enge Kooperation mit lokalen Studienakademien und Hochschulen seien zudem wichtige Grundlagen für weiteres Wachstum. Darüber hinaus profitiere das Unternehmen von den attraktiven und stabilen Kostenstrukturen sowie der Flexibilität und Serviceorientierung der Behörden. „Diese haben uns darin unterstützt, ein neues Rechenzentrum in nur neun Monaten zu erstellen und damit weitere Arbeitsplätze  zu schaffen.“ Zum Erfolg trage auch die Ansiedlungsunterstützung über Investitionsförderung bei.
www.itelligence.de

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