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Leseprobe Rubrik: Bildungsstandort Bodensee

Wer kooperiert, kann mehr

10 Jahre grenzüberschreitende Hochschulzusammenarbeit am Bodensee.

In der Theorie können Kooperationen synergetisch oder additiv sein. Synergetische Kooperationen bündeln unterschiedliche Kompetenzen, um Neues zu schaffen, additive fassen parallele Abläufe zu einem optimierten Ergebnis zusammen. Aber was bedeutet diese Theorie in der Praxis?
Kooperationen müssen Wirkung zeigen, um zu bestehen, eine solide Grundlage haben und durch beständige Strukturen verbunden sein. Zudem brauchen sie Zeit, um die Zusammenarbeit der Partner zu festigen. In der Hochschullandschaft am Bodensee finden sich beide Merkmale der Theorie in der Praxis wieder: Die Internationale Bodensee-Hochschule IBH ist im Jahr 10 nach ihrer Gründung ein lebhaftes, grenzüberschreitendes Netzwerk von 27 Hochschulen. Sie verdichtet Forschung und Entwicklung zu neuen Perspektiven, löst Infrastrukturaufgaben gemeinsam und trägt so aktiv zum Profil des internationalen Wirtschafts- und Forschungsstandortes Bodensee bei.
Die Kooperation setzt da ein, wo eine Hochschule für sich einen Studiengang oder ein Forschungsprojekt nicht alleine durchführen kann oder will. So z. B. in dem Masterstudiengang „Schulentwicklung“. Erst die Kooperation der

Pädagogischen Hochschulen des Verbundes und der so entstandene vergrößerte Einzugsbereich, macht das im deutschsprachigen Raum rare Weiterbildungsangebot möglich. Der Region stehen dadurch Fachkräfte zur Verfügung, um angemessen auf die steigenden Ansprüche an Schulen und Lehrkräfte zu reagieren.

Perspektive für Menschen und Wirtschaft

„Ohne die IBH gäbe es am Bodensee keine zusammenhängende Bildungslandschaft. Unter der politischen Trägerschaft der IBK kann sie bestens auf die Bedürfnisse der Menschen und der Wirtschaft in der Region eingehen“, so der IBHVorsitzende Prof. Dr. Erwin Beck. Der genannte Masterstudiengang ist beispielhaft für rund 50 andere Kooperationsprojekte der IBH, die sie seit ihrem Bestehen gefördert hat. Mit einer Summe von rund vier Millionen Euro plus Eigenleistungen der Hochschulen und Unternehmenskapital konnten in der Vergangenheit wichtige Impulse, Qualifizierungen und Innovationen ausgelöst werden.
Impulse für Innovation gehen auch von den IBHExperten des Wissens- und Technologietransfers aus. Als ausgewiesene Praktiker engagieren sie sich für den Wirtschaftsstandort Bodensee und die hiesigen Unternehmen. Öffentliche Hand und Privatwirtschaft können bei Fragen zur angewandten Forschung und Entwicklung oder bei Bedarf nach einem Upgrade zum Stand der Wissenschaft immer einen kompetenten Ansprechpartner in diesem Konsortium finden, da nahezu alle Fachbereiche repräsentiert sind.

Leseprobe Rubrik: Wirtschaftsstandort Bodensee

Umwelttechnologie am Bodensee

Potenziale und Wachstumschancen der Umwelttechnologie - ein Interview mit der Umweltministerin des Landes Baden-Württemberg, Frau Tanja Gönner.

1.) Welche Zukunftschancen und Wachstumspotenziale sehen Sie für die Umwelttechnologie im Allgemeinen – und für die Region Bodensee im Speziellen?

Umwelttechnik hat sich schon jetzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Im Jahr 2007 lag der Anteil der Umwelttechnik in Deutschland bei acht Prozent des Bruttoinlandprodukts – es wird prognostiziert, dass dieser Anteil bis 2020 auf 14 Prozent steigen wird. Die Umwelttechnikbranche kann bis 2020 die gegenwärtig führenden Leitbranchen Automobilbau und Maschinenbau in Deutschland ablösen, wobei gerade auch in dieser Leitbranche viele Entwicklungen hin zur Umwelttechnik gemacht werden. Zukunftschancen und Wachstumspotenzial für die Region Bodensee im Speziellen sehe ich besonders bei der ressourcensparenden, effizienten und klimaschonenden Brennstoffzellen-Technologie. Die Erzeugung von elektrischer Energie und von Wärme mithilfe von Brennstoffzellen stellt künftig eine realistische Alternative zur Verbrennung fossiler Energieträger dar.

2.) Die Wirtschaftskrise stellt derzeit Unternehmen vor große Herausforderungen. Wie gut können sich Umwelttechnologie-unternehmen aus Ihrer Sicht in der Krise behaupten?

Aktuelle Zahlen aus der Wirtschaft zeigen, dass die Umwelttechnikbranche durch die Finanzkrise zwar gebremst wird, jedoch nicht so stark unter Druck gekommen ist, wie viele andere Bereiche in der Industrie. So berichten Unternehmen aus der Automobilindustrie von Umsatzeinbrüchen bis zu 80 Prozent. Dem gegenüber stehen Einbrüche um nur zehn Prozent in der Umwelttechnik. Aufgrund der frühzeitigen Ausrichtung der deutschen Industrie auf umweltfreundliche Technologien, gehen Analysen davon aus, dass die deutschen Unternehmen nach der Krise weltweit besser dastehen als vor der Krise.

3.) Umweltschutz wurde lange Zeit als Belastung für die Wirtschaft betrachtet. Sehen Sie die Bereiche Ökonomie und Ökologie als Gegensätze?

Ökonomie und Ökologie sind keine Gegensätze. Gerade moderne Umwelttechniken leisten einen erheblichen Beitrag zum sparsamen Umgang mit begrenzten Ressourcen und schonen so die Umwelt. Sie verbessern gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit der Unternehmen. Das Stichwort Ressourceneffizienz ist ein gutes Beispiel wie wirtschaftliche Interessen und der Schutz der Umwelt zusammenfallen können. Mein Haus hat genau diesen Aspekt aufgegriffen und dieses Jahr erstmalig den „Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg“ vergeben. Mit diesem Preis wurden umwelttechnische Produkte ausgezeichnet, die einen bedeutenden Beitrag zur Ressourceneffizienz und Umweltschonung leisten.

4.) Welchen Stellenwert nimmt die Umwelttechnologie im Vergleich zu anderen Branchen in Baden-Württemberg ein – und wie ist dies perspektivisch zu beurteilen?

Die Ausgaben für den Umweltschutz in Baden-Württemberg belaufen sich auf 4,48 Mrd. Euro pro Jahr. Das sind 1,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die Umwelttechnik ist für Baden-Württemberg ein wichtiger Faktor der Standortsicherung und –entwicklung. Zudem schafft Umwelttechnik Arbeitsplätze. Die Belegschaft in Unternehmen der Branche wuchs zwischen 2005 und 2007 um durchschnittlich 14 Prozent.

5.) Welche Bedeutung messen Sie clusterorientierten Netzwerken zur Stärkung des Umwelttechnologie-Standorts Bodensee bei? Und welcher Mehrwert ergibt sich aus Ihrer Sicht für Unternehmen, die in Clustern vernetzt sind?

Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen mit ihren größenbedingten Problemen im Bereich von Forschung und Entwicklung können durch die Vernetzung mit Großunternehmungen im Rahmen eines Clusters zielführend am Innovations- und Technologietransfer partizipieren. Dies wird durch eine Untersuchung bestätigt, nach der 70 Prozent der Wachstumschampions unter den kleinen und mittelständischen Unternehmen in Europa auf eine enge Einbindung von Netzwerkpartnern im Innovationsmanagement setzen. Ein clusterorientiertes Netzwerk trägt sicher zur Stärkung des Umwelttechnologie-Standorts Bodensee bei und zeigt die Bodenseeregion nicht nur als Tourismusregion sondern auch als innovativen Wirtschaftsstandort.
Tanja Gönner, Umweltministerin des Landes Baden-Württemberg

Leseprobe Rubrik: Standorte

Neuhausen am Rheinfall

Die freundliche Gemeinde: Dass die gastfreundliche Ortschaft am weltberühmten Rheinfall liegt, sagt
schon der Name.

Ob man zu den gekrönten Häuptern zählt, die Europas imposantesten Wasserfall besuchen, ob als Tagestourist oder ob man in der schönen Region am Rhein eine Wohnung, ein Haus oder den passenden Bauplatz für eine ndustrieansiedlung sucht: alle sind herzlich willkommen!

Neuhausen am Rheinfall ist eine Tourismus- und Industriegemeinde der Greater Zurich Area mit Anbindung an den Flughafen (30 Minuten) und schnellen Bahnverbindungen nach Basel, Konstanz, Stuttgart und Zürich–Gotthard–Italien. Der Schwarzwald und der Bodensee sind in 60 Autominuten zu erreichen. Als Pendler ist man rasch in den umtriebigen Metropolen, und hier wohnt man eingebettet in die intakte Naturlandschaft am Rhein. Neuhausen hat zahlreiche Wohnobjekte des gehobenen Standards (z. B. mit Sicht auf den Rheinfall), aber auch überraschend preisgünstige Häuser und Wohnungen. Die Gemeinde bietet eine hohe Lebensqualität mit einer Bevölkerung, die dank der Grenzlage aufgeschlossen und offen ist für verschiedene Kulturen.

Die weltoffene Gemeinde verfügt über gute Schulen bis zur Sekundarstufe. Die Kantonsschule, die Pädagogische Hochschule Schaffhausen sowie die International School sind in 20 Minuten erreichbar. Neuhausen am Rheinfall verfügt über eine qualitativ hochstehende Altersbetreuung und moderne soziale Institutionen. Die Gemeinde investiert in Nachhaltigkeit und Lebensqualität und besitzt das Energiestadt-Label.

Neuhausen am Rheinfall verdankt seine Entstehung der historischen Schifffahrt Bodensee – Schaffhausen – Rheinfall – Basel – Holland. Mit der Entdeckung des Naturwunders Rheinfall im Zeitalter der Romantik begann der Tourismus. In der Belle Époque entstanden Grandhotels für die internationale Elite. Die heutige Grösse erreichte Neuhausen während der rasanten Industrialisierung ab 1853. Die Rezessionen und die Globalisierung vernichteten viele Arbeitsplätze. Die Gemeinde hat die Problemphase dank einer klugen, innovativen und erfolgreichen Neuansiedlungspolitik überwunden. Heute sind in der Gemeinde namhafte internationale Headquarters von Technologie- und Dienstleistungsunternehmen angesiedelt. Auch die Unternehmen schätzen Vorzüge wie die hohe Lebensqualität, die gute Lage in der Nähe von Flughäfen sowie die günstigen Lebenshaltungskosten.

Neuhausen am Rheinfall

Neuhausen am Rheinfall, früher ein bescheidenes Bauern- und Fischerdorf, ist heute ein Standort für Technologie- und Dienstleitungsbetriebe mit über 10.000 Einwohnern. Die Produkte der ansässigen Unternehmen finden Absatz in zahlreichen Ländern der ganzen Welt. Von grosser Bedeutung ist für die Gemeinde der Fremdenverkehr. Über 1,5 Millionen Touristen besuchen alljährlich den Rheinfall – den größten Wasserfall Europas. Der Rheinfall hat eine Breite von 150 m und eine Höhe von zirka 23 m. Die Wasserführung des Rheins beläuft sich zur Winterzeit im Minimum auf 100 m³, im Sommer während der Schneeschmelze im Gebirge steigt sie bis auf 1.100 m³ pro Sekunde.

Kontakt:
Gemeinde Neuhausen am Rheinfall
Zentralstrasse 38
CH-8212 Neuhausen am Rheinfall
Tel.: +41 (0)52/674 22 21
info@neuhausen.de
www.neuhausen.de

Leseprobe Rubrik: Fachbeiträge

Wertschöpf-ungsfaktor Marke.

Normbruch als Werttreiber in Zeiten der Wirtschaftskrise.

Krisen haben auch ihr Gutes: gerade in Zeiten zunehmender Verunsicherung, nachlassender Nachfrage und Absatzschwäche sind Krisen auch Chancen für Veränderungen und Transformationen. Man könnte auch sagen, aus Krise wird Wandel. Marktstrukturen und sozioökonomische Prozesse verändern sich, Wertesysteme beginnen sich zu verschieben. Es reicht nicht mehr aus, nur mit einem niedrigeren Preis auf die Absatzschwäche zu reagieren. Ein niedrigerer Preis und ein mediokres Produkt allein schaffen keine Stimulation, liefern zu wenig Sinnhaftes, um Konsum und Absatz nachhaltig anzukurbeln. Denn immer mehr Menschen suchen im Konsum ein Stück Bewusstseinsbildung statt preislich optimierter Produkte und nur der Versorgung mit günstigen Waren. Werte und Identitäten werden in Zukunft wichtiger als die reine Mangelbeseitigung. Denn anders als erwartet haben viele Konsumenten in Zeiten der Unsicherheit die Erfahrung gemacht, dass vieles, was billig war, im Nachhinein sein Geld nicht wert war. Die Frage nach Qualität, Werthaltigkeit und der Sinnhaftigkeit des Konsums tritt wieder stärker in den Vordergrund. In dieser Situation sind gerade auch Marken gefordert. Sie müssen ihre Sinnhaftigkeit unter Beweis stellen und ihre Existenzberechtigung belegen. Liefern sie wirklich den Mehrwert, der den Mehrpreis begründet oder sind sie nur potemkinsche Gebilde, hinter deren Fassaden doch nur einfachste Produkte und Leistungen stecken? Liefern sie dem Konsumenten (im B2B-Geschäft dem Kaufentscheider, Investor und Anwender) einen differenzierbaren Leistungsabstand, ein wirkliches Mehrerlebnis, ein Identitätsangebot, welches den Preisabstand zu anderen Angeboten und Leistungen rechtfertigt? Lösen sie den Vertrauensvorschuss, den sie genießen, immer wieder neu ein und enttäuschen nie ihre Kunden? Schließlich ist die Kernfrage immer wieder die gleiche: sind Marken wirklich die Wertschöpfungsquellen eines Unternehmens oder nicht?

Wertschöpfung durch Wertschätzung?


In Zeiten der erhöhten Verunsicherung ist so manches Unternehmen geneigt, Abstriche zu machen. In der Tat ist es auch schwer, wenn Umsätze nachgeben, wenn es darüber hinaus zu Liquiditätsengpässen im Tagesgeschäft kommt,
weiterhin an sein Geschäftsmodell, an sein Produkt zu glauben. So wird im gesamten Leistungsprozess einer Marke hier und da ein wenig zurückgefahren. Das Controlling identifiziert Einsparpotenziale, die zu Liquiditätsreserven konvergiert werden können. Kurzfristig ist es sicher notwendig und mag funktionieren. Langfristig jedoch bleiben den Kunden die Folgen von solch radikalen Sparkursen jedoch nicht verborgen. Die Mercedes-Benz E-Klasse weiß ein Lied davon zu singen. Diese ehemaligen Kunden wieder zurück zu gewinnen, ist nahezu unmöglich. Zu groß war

der angerichtete Qualitäts- und Vertrauensschaden. Häufig wird pauschal gestrichen, ohne Plan und ohne Konzept. Reine Kostensenkung ist die Devise, oft genug gefeiert als kurzfristig gesteigerte Effizienz. Wer nur Kosten senkt, investiert auch nicht. Und spart vor allem an der wichtigsten Ecke: bei seinen Kunden. Und gefährdet deren Loyalität. Einige Unternehmen aber erkennen gerade in Krisenzeiten die Chance, Marktpositionen grundsätzlich zu ihren Gunsten zu verschieben und gehen in die Offensive. Und investieren. Und geben ihren Kunden damit das Gefühl, dass man sie wertschätzt, sich für sie interessiert. Und profitieren ganz im Sinne von Wertschöpfung durch Wertschätzung.

Mit intelligenten Businessmodellen oder Normbruch zu mehr Marktanteilen.

Das schwedische Unternehmen Iggesund beispielsweise, Marktführer im Bereich hochwertiger Kartone für die Kosmetik- oder Pharmaindustrie, hat mit einem Marktanteil von 60 % nahezu alles ausgereizt, was der Kartonmarkt für einen Marktführer hergibt und verfügt damit über eine marktbeherrschende Stellung. Seine Produkte Invercote und Incada sind die Standards im hochwertigen und hochpreisigen Verpackungssegment. In einem Strategieworkshop wurde der Vorstand mit dem Gedanken konfrontiert, ob Wachstum nicht jenseits des Kartonmarktes, zum Beispiel im wesentlich größeren Weltmarkt der hochvolumigen Papiere zu erzielen sei? Die anfängliche Provokation wich und alle Beteiligten mitsamt der Beratungsagentur begannen, sich mit dem Gedanken im Sinne von Antizipation näher zu beschäftigen. Schnell wurde klar, dass Karton gegenüber hochvolumigem Papier zwar absolute Produktvorteile besitzt, jedoch keinerlei etablierte Markt- und Absatzstrukturen existierten. Beide Märkte werden auf voneinander völlig getrennten Handelsstrukturen und Absatzwegen beliefert. Der eigene Außendienst besaß keinerlei Erfahrung, die Anwender in großen und mittleren Druckereien hatten als Papierabnehmer Kartonprodukte ebenfalls nicht im Focus. Ein echter Paradigmenwechsel also. Dennoch entschieden sich die Verantwortlichen, dieses Wagnis einzugehen. Wissend, dass diese Grenzüberschreitung zu einer Herausforderung für alle Akteure, sowohl in der Entwicklung, im Marketing und als auch im Vertrieb werden sollte. Dieser Paradigmenwechsel zwang alle Beteiligten zu engster Zusammenarbeit und brachte dadurch einen Integrationsprozess in Gang, der heute als Benchmark in der Branche gilt. Was zunächst als Pilot in einem Testmarkt mit ausgewählten Außendienstmitarbeitern und Händlern begann, wurde ein Jahr später europaweit für die Marke Invercote ausgerollt. Nach der Entwicklung der gesamten Verkaufsliteratur wurde der eigene Außendienst eingehend darauf geschult. Die Handelspartner erhielten individualisierte Mailingaktionen an die Hand, in denen der Karton seine Vorteile gegenüber Papier rigoros ausspielte. Die Präsentationstools der Außendienstmitarbeiter reichten von Produkt- und Zeigetests bis hin zu für die Branche völlig neuen Kommunikationsmitteln. Diese wurden bei den großen Branchen-Awards auch prompt mit Sonderpreisen überhäuft und setzten neue Standards in der Marketingkommunikation. Kurze Zeit später wurde mit Incada ein weiteres Produkt etwas unterhalb des Premiumkartons Invercote mit dem Focus auf Purity positioniert. Statt auf den Preis wurde auf unterschiedliche Charakteristiken verwiesen. Damit wurde alternativen Papierprodukten der Boden für eine preisliche Positionierung unterhalb von Invercote entzogen und ein weiteres Produkt aus dem eigenen Sortiment mit angeboten. Dank der strategischen Positionierung und der hochwertigen Tools ging es in den Verkaufsgesprächen mehr um die Faszination und das Ausreizen von Materialien, Druck- und  Veredelungstechniken bei Printprodukten, die dem Verkaufsförderungszweck dienten. Und weniger um reine Kosten oder gleich um Nachlässe und Rabatte, in die der Außendienst naturgemäß vom Einkauf hineingedrängt wird.

Was hat der Normbruch gebracht?


Während der Wettbewerb die Kapazitäten zum Teil herunterfahren oder Fabriken weltweit ganz stilllegen musste, investierte Iggesund in neue Anlagen, um die gestiegene Nachfrage zu befriedigen. Innerhalb kurzer Zeit wurden erhebliche Marktanteile im Papiermarkt dazugewonnen. Selbst in Zeiten der internationalen Wirtschaftskrise wuchs der Absatz der Marken Invercote und Incada. Absatzmittler und Anwender setzen sich neuerdings völlig selbstverständlich mit Kartonen der Marken Invercote oder Incada auseinander, wenn es um das hochvolumige Papiersegment geht und ziehen diese mit ins Kalkül ihrer Spezifikationen. Und – die Iggesund-Produkte liegen im Weltmarktvergleich 3 bis 5 % über dem internationalen Preisniveau des Wettbewerbs. Letztlich ein wunderbares Beispiel für die Belohnung von unternehmerischem Mut in Zeiten des Wandels. Und ein überzeugendes Beispiel für Marke&Marge®: für die werttreibende Wirkung von Marken- und Marketingkommunikation und ein weiterer Beweis für Marken als Quellen der Wertschöpfung!

Kontakt:
Schindler Parent & Cie. GmbH
Uferpromenade 3-5
D-88709 Meersburg
Tel.: +49 (0)75 32/43 01-124
info@schindlerparent.de
www.schindlerparent.de

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