Die Geberit Gruppe mit Hauptsitz in Jona (Kanton St.Gallen) ist europäischer Marktleader in der Sanitärtechnik mit globaler Ausrichtung. Seit 1874 zählt das Unternehmen zu den Pionieren der Branche und setzt mit innovativen Systemlösungen in den Bereichen Sanitärsysteme und Rohrleitungssysteme immer wieder neue Trends. Geberit ist in 41 Ländern mit Vertretungen aktiv, besitzt 15 Produktionsstandorte in sieben verschiedenen Ländern und beschäftigt weltweit rund 6.000 Mitarbeiter. Neben der Zentrale in Jona ist das Werk Pfullendorf (Landkreis Sigmaringen) mit 1.500 Mitarbeitern die größte Niederlassung. Im Jahr 2010 erwirtschaftete die Geberit Gruppe 2,1 Milliarden Franken Umsatz.
Seit 1999 ist das Unternehmen an der Schweizer Börse notiert. Das Produktspektrum ist sowohl für Neubauten wie auch für Renovationen und Modernisierungen konzipiert. Es umfasst sechs Produktlinien in den Bereichen Sanitärsysteme und Rohrleitungssysteme. Der Produktbereich Sanitärsysteme besteht aus den vier Produktlinien Installationssysteme, Spülkasten und Innengarnituren, Armaturen und Spülsysteme sowie Apparateanschlüsse. Der
Produktbereich Rohrleitungssysteme umfasst die zwei Produktlinien Hausentwässerungssysteme und Versorgungssysteme.
Vom Familienbetrieb zum Marktführer
Die Erfolgsgeschichte von Geberit begann, als Caspar Melchior Albert Gebert 1874 einen Spenglerbetrieb in Rapperswil (Kanton St.Gallen) eröffnete. Um die Jahrhundertwende waren Apparate und Armaturen für sanitäre Installationen noch wenig entwickelt. Dies veranlasste Caspars Söhne Albert Emil und Leo zur Aufnahme
einer eigenen Fabrikation und 1905 gelang es schließlich, den ersten Holzspülkasten mit dem Namen „Phoenix“ herzustellen. Damit war der Grundstein für künftiges Wachstum gelegt. Insbesondere Leo Gebert zeichnete sich durch eine außergewöhnliche Begabung für die Entwicklung von Neukonstruktionen aus und ist der eigentliche Erfinder der Spülgarnitur mit Heberglocke, wie sie noch heute Verwendung findet. In den dreißiger Jahren stieg das Unternehmen in die damals noch junge Kunststoffverarbeitung für korrosionsfeste Spülkastenteile und Rohre ein und knapp zwanzig Jahre später gelang es, den ersten Spülkasten aus Kunststoff zu produzieren. Ein Jahr später wurde Geberit als Schutzmarke eingetragen und ist seither als Markenname und Gütezeichen bekannt. Anfang der
neunziger Jahre zog sich die Gründerfamilie aus dem operativen Geschäft zurück und verkaufte das Unternehmen 1997 an einen britischen Finanzinvestor. Durch die Beteiligung der Konzernleitung und weiterer Führungskräfte konnte die Geberit Gruppe jedoch ihre Eigenständigkeit bewahren. Zwei Jahre später, zum 125-jährigen Jubiläum, unternahm Geberit erfolgreich den Schritt an die Börse. Von Innovationsgeist geprägt Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts ermöglichte der „Phoenix“ die Ausstattung von Wohnungen mit eigenen Toiletten, was zu jener Zeit eine erstaunliche Verbesserung der hygienischen Bedingungen und damit auch der Lebensqualität bedeutete. Dieser Innovationsgeist prägt das Unternehmen noch heute. „Mit innovativen Lösungen in der Sanitärtechnik wollen wir die Lebensqualität der Menschen nachhaltig verbessern“, so die aktuelle Vision von Geberit. Für das Unternehmen ist Innovation keine Aktivität, sondern eine Geisteshaltung: Alles dreht sich um die Frage, was es braucht, um das Leben der Menschen einfacher zu machen.
Das nachhaltigste Unternehmen der Welt
Bereits Anfang der Neunziger verfasste Geberit seine erste Umweltstrategie und erstellte Ökobilanzen für seine Produkte – lange bevor das Thema in aller Munde war. „Als Europäischer Marktführer in der Sanitärbranche steht Geberit für Wassersparen, Ressourceneffizienz und nachhaltiges Bauen. Geberit beweist seit Jahrzehnten, dass eine langfristig erfolgreiche Geschäftstätigkeit mit umweltfreundlichem und sozialem Handeln vereinbar ist. Dabei hilft uns eine nachhaltige Unternehmensführung auch Kosten zu sparen und Risiken zu minimieren. Dies wird immer stärker wahrgenommen, wie der 10. Gesamtrang von Geberit bei der Kür der 100 weltweit nachhaltigsten Unternehmen am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos im Januar 2010 belegt hat.“, so Albert M. Baehny, CEO von Geberit. Unterstrichen wird dieses Statement von Oekom Research im Auftrag der Wirtschaftswoche, die Geberit 2011 sogar zum nachhaltigsten Unternehmen der Welt kürten.
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